Von Bangkok geht es heute über die Grenze nach Siem Reap in Kamboscha.
Der Grenzübergang in Poipet geht ganz flott. Jedoch merkt man den Unterschied zwischen den beiden Ländern sehr schnell. Während in Thailand die Straßen größer und mehrspuriger sind und besonders um die Hauptstadt herum ein sehr ausgeklügeltes Straßennetz dominiert, ist dies in Kambodscha nicht so.

Auch die Fahrzeuge sind stark unterschiedlich. In Thailand sieht man sehr viele Kleintransporter und LKWs, westliche Autos und Minibusse. In Kambodscha hingegen gibt es ein dominierendes Fahrzeug: der Motoroller. Hiermit wird alles transportier, von der 6-köpfigen Familie, über hunderte leere Wasserkanister oder gar ausgewachsene Schweine oder ein paar Dutzend Hühner. Die einzige Verkehrsregel hier: hupen.

TOL15

Nach rund 3-stündiger Fahrt machen wir eine Pause am Straßenrand. Laut Guide haben wir hier die Möglichkeit ein paar Snacks zu kaufen. Jedoch sieht keiner von uns einen richtigen Kiosk oder Tankstelle weit und breit. Etwas weiter steht nur ein kleiner mit Planen überdachter Stand. Als wir näher treten, kommt uns ein sehr leckerer Geruch von Knoblauch und Zitronengras entgegen. Wir freuen uns schon alle auf einen leckeren Snack, bis wir sehen, worum es sich handelt. Es sind Käfer, aller Art. Kakerlaken, Mehlwürmer, Baby-Frösche und Wasserschlangen. Erst geekelt überwinde ich mich dann doch einen Käfer zu probieren. Überraschenderweise schmeckte er sehr gut. Dies ist hier wohl zu einem kühlen Bier ein beliebter Feierabendsnack.

Ländliche Gebiete rund um Siem Reap

In Seap Reap angekommen geht es gleich mit dem Tuk Tuk zum Abendessen bei einer lokalen Familie. Hier werden wir sehr herzhaft begrüße. Und man gibt uns, einen kleinen Einblick in das tägliche Leben einer Khmer Familie (so nennen sich die Menschen aus Kambodscha). Vor dem Essen müssen wir Hände und Füße waschen, denn es wird auf dem Boden gegessen, sitzend auf Kissen und Matratzen. Alles, was aufgetischt wird, sieht sehr lecker aus und schmeckt köstlich. Das “Amok”, ein Curry mit Cocos Creme, hat es mir besonders angetan. Amok wird oft mit Huhn oder Fisch gekocht und meist in Bananenblättern oder einer Ananasschale serviert.

Nach dem Essen geht es früh in Bett, denn am kommenden Tag steht die Besichtigung des berühmten Angkor Wat Tempels an.